10. Februar 2017 | Politik

Denkmal der Naivität

von Rico Albrecht, 10.02.2017

Es war wohl als Provokation gedacht… Viele wollen dagegen vorgehen, doch wir sagen halt! Unschöne Bilder lautstarker Menschenmassen in Dresden würden manchen gut ins Konzept passen. Den Gefallen sollte man den Verantwortlichen nicht tun, sondern wie beim Judo den Impuls geschickt umlenken. Man kann das Monument des Terrors doch auch lassen und richtig deuten, als Blamage der gegen die Dresdner Bürger gerichteten Politik, als Denkmal der Naivität!

Denkmal der Naivität

Wie sonst könnte man den Zustand Deutschlands noch besser beschreiben – mit nur einem Symbol?

In Deutschland ist man hilfsbereit, will Gutes tun und ein Zeichen setzen für Frieden, Toleranz und Freiheit. Viele fühlen sich schuldig und sind bereit, eigene und fremde Mittel für das zu opfern, was sie selbst als guten Zweck definieren. Doch während sich die Gesellschaft in Links und Rechts spalten lässt und über Obergrenzen und Rassismus diskutiert, fehlt es in den Krisenregionen an Hilfsgütern für die bedürftigsten Menschen.

Anstatt zu helfen, lässt sich die deutsche Moraldiktatur nun auch noch ein Monument des Terrors errichten, das wie eine moderne Freiheitsstatue aussehen sollte, sich aber schnell als trojanisches Pferd entpuppte: Die verantwortlichen Behörden erlaubten es einem syrischen Studenten, mit drei senkrecht aufgestellten Bussen vor der Dresdner Frauenkirche eine Sperre zu errichten, wie sie im Kampf der dschihadistischen Terrorgruppe Ahrar al-Sham gegen die syrische Regierung zum Einsatz kam (Quellen siehe unten). Trotz dieser Erkenntnis zwingen die Verantwortlichen ihr Denkmal dem Volk weiterhin auf. Was aber soll nun die Botschaft dahinter sein? Etwa eine Legitimation von Gewalt gegen eine Regierung, mit der man nicht einverstanden ist?

Soll man sich nun über das Monument des Terrors aufregen oder gar etwas dagegen unternehmen? Wir meinen nein, im Gegenteil! Man sollte es einfach nur anders einsetzen: Da es ja nun keine moderne Freiheitsstatue sein kann, nutzen wir es doch einfach als Denkmal der Naivität einer falschen Moraldiktatur, die aus ideologischen Gründen lieber dem Terror eine Bühne verschafft als effektiv vor Ort zu helfen.

Quellen und weiterführende Informationen:
www.dawn.com/news/1173037
i.dawn.com/primary/2015/03/551a6d75a166a.jpg
www.sz-online.de/nachrichten/wer-baute-die-strassensperre-von-aleppo-3608706.html