Übergutmensch

von Rico Albrecht, 03.11.2016

Übergutmensch

Man lacht über den „Übergutmensch“(1), der scheinbar glaubt, es ginge um humanitäre Hilfe, wenn man überwiegend Männer ohne Pass aufnimmt(2) und Flüchtlinge vor Ort nicht hinreichend versorgt, obwohl dies ohne gefährliche Umwege und zu einem Bruchteil an Kosten möglich gewesen wäre.(3)

Die EU nennt es „Neuansiedlungspolitik“(4), wenn erbeutete Arbeits- oder Fachkräfte unter Anderem in die Rüstungsindustrie integriert werden. Die UN sieht in der „Bestandserhaltungsmigration“(5) die Lösung für den Rückgang und die Alterung ihres Menschenbestands in Europa. Sie ist wohl aufgrund der niedrigen Kinderproduktion beim Exportweltmeister besorgt um die Bevölkerungsrendite und das Wirtschaftswachstum.

Zu diesen Motiven der EU und UN passt es ausgezeichnet, dass z.B. Libyen 2011 im Namen der Demokratie ins Chaos gebombt wurde. Dort kann der EU-Grenzschutz nun den Nachschub für die „Ersetzungsmigration“(6) direkt vor der Küste abholen.(7) Die geplante Neuordnung der Lebensräume ergänzt sich auch ideal mit dem Krieg gegen Syrien, denn diejenigen, die dort für Wirtschaft und Verteidigung gebraucht werden, besuchen heute Integrationskurse in Deutschland. Zurück bleiben die Schwächeren.

Die Befürworter dieser Art von Hilfe (Kriegs- und Umsiedlungshilfe) sagen: „Wir müssen helfen, denn wir sind schuld.“ Sie wollen die ankommenden Männer dann aber trotzdem lieber nicht selbst aufnehmen, sondern die Allgemeinheit soll sich darum kümmern. Und wer dabei nicht mitmachen will, für den hat der Übergutmensch die Nazikeule parat. Er bleibt jedoch eine Erklärung schuldig: Wie soll eine Neuansiedlung selbst von Millionen Afrikanern und Asiaten auf der mitteleuropäischen Produktionsfläche an der Schuld der Verantwortlichen irgendetwas ändern, deren Profite schmälern oder die Not von Milliarden Menschen auf der Welt lindern?

Ist der Übergutmensch wirklich so naiv, dass er dem medial-politischen Komplex ausgerechnet bei der Kriegs- und Neuansiedlungspolitik die vorgegaukelte Humanität abkauft? Oder braucht er das erhabene Gefühl ein Bessermensch zu sein, der über die schlechteren Menschen hinausgewachsen ist und diese im Sinne seiner Ideologie umerziehen muss? Will er vielleicht gar nicht wirklich helfen, sondern die Gunst der Stunde nutzen, um Deutschland nach seinen Vorstellungen umzugestalten?

Echte Hilfe sieht jedenfalls anders aus, wie wir seit über einem Jahr kommunizieren:

Kurzfristig: Kriegshandlungen, Sanktionen und Waffenexporte stoppen, „EU-Neuansiedlungsprogramm“(8) beenden, Flüchtlingen vor Ort helfen(9), Männer ohne Pass zurückweisen oder in Sicherheitsbereichen unterbringen, um die Sicherheit aller in Deutschland zu gewährleisten. Man hilft fremden Ländern nicht durch das Weglocken derer, die das Geld und die Ellbogen für eine Schlepperreise haben, sondern durch Hilfe zur Selbsthilfe, wozu auch der Transfer von Technologie und Wissen gehört.

Langfristig: Sich neu vernetzen und das alte System als leere Hülle hinterlassen(10). Und dann ein nachhaltiges Wirtschaftssystem ohne Wachstumszwang einführen, wie z.B. Plan B(11).


Quellen und weiterführende Informationen:
(1) „Übergutmensch“: wikileaks.org/podesta-emails/emailid/40193
(2) 70 - 80 % Männer: www.wissensmanufaktur.net/importierter-frauenmangel, 70 - 90 % ohne Pass (laut Verfassungsschutz bzw. Wolfgang Bosbach): youtu.be/XO_t6zeTrQY
(3) Laut UN fehlten vor Ort nur 124 Mio. € monatlich für Nahrung: www.wissensmanufaktur.net/einwanderungskrise
(4) „Neuansiedlungspolitik“: europa.eu/rapid/press-release_IP-16-2434_de.htm
(5) „Bestandserhaltungsmigration“: www.un.org/esa/population/publications/migration/execsumGerman.pdf
(6) „Ersetzungsmigration“ („Replacement Migration“): www.un.org/esa/population/publications/migration/migration.htm
(7) Bis zu 6.000 Migranten an einem Tag kann der EU-Grenzschutz bereits vor Libyen abholen – anstatt zurück ans Ufer zu retten. Die Frontex-Europafähre fördert damit das lebensgefährliche Geschäft der Schlepperorganisationen. Dabei bezeichnet die Tagesschau ohne Nachweis alle Migranten pauschal als „Flüchtlinge“: www.tagesschau.de/ausland/libyen-fluechtlinge-gerettet-101.html. Das bei solchen Meldungen obligatorische Kinderfoto ist auch wieder mit dabei, obwohl die Tagesschau diese Art von Realitätsverfremdung bereits zugegeben hat: goo.gl/wNYvWP.
(8) „Neuansiedlungsprogramm“: eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=uriserv%3Ajl0029
(9) Wie kann Deutschland wirklich helfen? youtu.be/jBS7_AC-_Ms
(10) Vernetzung - Was kann jeder Einzelne tun? youtu.be/xRKQ1U0EMQM
(11) www.wissensmanufaktur.net/plan-b

 

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Wie kann Deutschland wirklich helfen?
Rico Albrecht bei Speaker's Corner im Gespräch mit Anna Maria August

Die Einwanderungspolitik der Bundesregierung wird in Medien und Politik als humanitäre Hilfe für syrische Flüchtlinge bezeichnet. Für diesen scheinbar guten Zweck stehen plötzlich schier grenzenlose Geldmengen und viel Platz zur Verfügung. Doch um in den Genuss deutscher Hilfe zu kommen, muss man zuerst gewisse Hürden überwinden und eine lebensgefährliche, kostspielige Schlepperreise nach Deutschland überstehen. Dementsprechend kommen überwiegend junge, kräftige Männer, die dafür auch die finanziellen Mittel zur Verfügung haben. Zurück bleiben Frauen, Kinder, Alte, Schwache, Kranke und Arme – und Staaten, deren wirtschaftliche Basis und Verteidigungsfähigkeit ausbluten. Doch damit nicht genug. Diese Art von Hilfe kostet den deutschen Steuerzahler ein Vielfaches dessen, was humanitäre Hilfe in Krisennähe gekostet hätte.

Im Gespräch mit Anna Maria August widerlegt Rico Albrecht den Vorwand einer humanitären Hilfe anhand von einfachen, öffentlich verfügbaren Zahlen, Daten und Fakten. Daraus ergibt sich, was wirklich geschehen müsste, wenn Deutschland die Aufgabe ernstnehmen würde, sich selbst zu erhalten und die Not auf der Welt zu lindern. Dabei geht es auch darum, wie jeder Einzelne zu einem humanen Wandel beitragen kann.

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