Griechenland-Pleite


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24.05.2011

Wichtige Ergänzungen zum Thema

Die treuen Freunde unseres unabhängigen Instituts kennen das Dilemma der politischen Korrektheit, wenn es um systemkritische mediale Veröffentlichungen geht. Man „darf“ bestimmte Dinge einfach nicht so sagen, wie man sie wirklich meint, sondern muss einen bestimmten Kodex (sprich die „political correctness“) einhalten. Nun ist es außerdem nicht möglich, in ein paar Minuten Interview überhaupt tiefgreifende Zusammenhänge rüber zu bringen.

Ich möchte an dieser Stelle erwähnen, dass ich es als sehr positiv empfinde, dass konstruktive Kritiker (wie wir) trotzdem immer wieder von Sendern wie n-tv eingeladen werden und auch recht weit gefasst sprechen können.

Liebe Leserinnen und Leser, Sie wissen natürlich, dass ich zur Griechenlandmisere viel mehr zu sagen hätte, zumal dieses Thema nur ein Symptom der verfehlten Eurokonstruktion im Rahmen der Dollarleitwährung beschreibt.

Insider, die sich mit unseren Forschungen lang beschäftigen, erkennen bei der Griechenlanddebatte längst die eigentliche Ursache der gesamten Verwerfungen: Das verzinste Geldsystem und bestimmte „Aggregate“.

Mir ist wichtig, an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass auch die „geliebte Deutsche Mark“ grundsätzlich ein ähnliches Schicksal erfahren würde, wenn auch mit stark verzögertem Verlauf der Verelendung und natürlich auf nationaler Ebene.

Seit vielen Jahren beschäftigen wir uns nicht nur mit den Problemen dieses globalen Wahnsinns, den man uns als „alternativlos“ verkaufen will, nein wir haben konkrete Lösungsansätze der Verwerfungsursachen längst entwickelt. Dazu muss aber die Volkswirtschaftslehre und das Finanzwesen komplett neu definiert werden, was bedeutet, dass die derzeitige sogenannte Wissenschaft erst einmal grundsätzlich in Frage gestellt werden muss. Es liegt auf der Hand, dass bestimmte Lobbyisten, die dieses System seit Generationen für sich nutzen und gigantische leistungslose Einnahmen generieren, hier eher allergisch reagieren. Leider beeinflussen diese Personen natürlich auch die Bildungseinrichtungen und somit ebenfalls die Hochschullehrer, die einen bestimmten Lehrstoff durchzupauken haben. Als gewünschtes Ergebnis erhält man dann oft System-Aktivisten, denen man durch dogmatische Maßnahmen ein freies Denken abgewöhnt hat.

Wir freuen uns allerdings auch darüber, dass gerade viele Heranwachsende diese Spiele immer häufiger durchschauen und den Verbildungswahn nicht umsetzen wollen. Dazu  gehört viel Mut und Rückgrat. Die lobbygesteuerte  Weltpolitik hat sich von den Völkern längst auf breiter Front gelöst und zelebriert eine Art „Parallelwelt“. Die „normalen“ Bürger müssen endlich das „Teile und Herrsche Spiel“ verstehen und lernen, sich nicht weiter gegeneinander aufhetzen zu lassen. Ich höre von befreundeten Griechen, dass sie in Deutschland teilweise große Verachtung erfahren, ein Ergebnis der medialen Verurteilung des Mittelmeervolkes. Wir Europäer sollten dringend realisieren, dass der Euro einzig und allein den Interessen der plutokratischen Elite dient und nicht den Menschen.

Der Euro schafft keinen Frieden, wie man bei der Einführung propagierte, sondern er ist die Lunte neuen Sprengstoffes gegen die Europäer.

Wir wissen auch, dass man nicht mal so eben alle Systeme auf den Kopf stellen kann, aber man kann sehr wohl ganz behutsam eine neue Ära der Wirtschaft, des Geldsystems, der Eigentumsökonomie und der Gesellschaftsform einleiten.

Leider findet man in den Medien fast gar keine echten Denker mit wirklich neuen Ansätzen, sondern immer wieder dieselben Figuren der Politik- und Wirtschaftstheater, die sich Ihre unqualifizierten Dogmen um die Ohren hauen. Selbst wenn man hin und wieder in den Talkshows denkende Einzelpersönlichkeiten einlädt, so werden diese doch nur als Pseudoquote genutzt und kommen gegen eine Überzahl unqualifizierter Gesprächspartner einfach nicht an.

Wir sind Alle mitverantwortlich, was hier läuft. Heute wird Griechenland den Wölfen vorgeworfen… doch wer kommt als nächstes dran und wann sind wir an der Reihe?

Liebe Nachwuchsgeneration, ich schäme mich sehr oft für große Teile meiner Generation, die fast traditionsgemäß ebenfalls nichts auf die Reihe bekam und diese Welt noch ein Stückchen weiter in Richtung Abgrund manövrieren ließ. Hoffentlich macht Ihr es besser und lasst Euch nicht auch von den Dogmen kastrieren, die man Euch verabreicht, ob sie nun Wirtschaft, Politik, Geschichte, Medizin, ….usw. heißen.

Wer den Misserfolg leugnet, hält länger als notwendig an unwirksamen Strategien fest.

Die kontrollierte friedliche Rückabwicklung des Euro wäre ein erster Schritt, denn man braucht keinen großen Sachverstand, den Misserfolg zu erkennen.

Viele Beispiele belegen den Wahnsinn:
Denken wir an die Abwrackprämie, nach der intakte Autos auf Steuerzahlerkosten zerstört werden, um Neue auf „Pump“ zu kaufen, oder ein Wachstumsbeschleunigungsgesetz(?!?). Das sind aus unserer Sicht reine Bankrotterklärungen für das Gesamtsystem. Oder betrachten wir die sogenannte Demokratie, die den Menschen angeblich in den Mittelpunkt stellen „soll“ und gleichzeitig(!) den Kapitalismus, der ganz klar einen gegenteiligen Mittelpunkt verfolgen muss. Diese Widersprüche müssen doch auffallen…

Ich möchte zum Abschluß dieses Themas noch meinen Kollegen Rico Albrecht zitieren, der in seinen Aufsätzen und Vorträgen immer wieder darauf hinweist, dass Staaten in einem privat kontrollierten Finanzsystem nur untergeordnete Verwaltungsaufgaben wahrnehmen: "Wenn Staaten für die Währung, die sie in Umlauf bringen, Zinsen bezahlen müssen, dann ist der Staatsbankrott nur eine Frage der Zeit. Die Struktur des Finanzsystems führt auf lange Sicht zu einer systematischen Enteignung der Völker, die von den Schuldenstaaten verwaltet werden. In einer geldgesteuerten Scheindemokratie steht das Finanzsystem über dem Staat." (Rico Albrecht)

In Griechenland erleben wir derzeit genau diese Enteignung des Volkes durch den restlosen Ausverkauf des Volksvermögens: Postbank, Telefongesellschaft, Gaswerke, Waffenindustrie, Glücksspielunternehmen, Flughäfen, Häfen und Mautrechte für Autobahnen werden nun „privatisiert“ (lat. privare = berauben), also dem Volke geraubt. Man stelle sich nur einmal vor, eine Firma würde ihren Bankrott dadurch verhindern wollen, dass sie all ihre Maschinen verkauft! Man muss kein Wirtschaftswissenschaftler sein, um zu wissen, dass am Ende auf jeden Fall der Bankrott steht. Doch vor seinem Untergang erfüllt der Staat noch seine letzte „Aufgabe“: die Beraubung des Volkes zu vollenden. Dabei macht Griechenland nur den Anfang. Bei einer Fortsetzung dieser Politik werden die anderen europäischen Völker demselben System zum Opfer fallen, auch wir.

Ihr Andreas Popp, Mai 2011

 

Radio-Interview zum selben Thema vom 24.05.2011 auf HR-Info:

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